Einleitung

Die Mediation zielt darauf ab, einen Konflikt selbstbestimmt und konstruktiv beizulegen. Durch den allparteilichen sowie neutralen Mediator erfahren die Parteien die Möglichkeit, ihren Konflikt in einem sicheren Rahmen selbständig zu lösen.

Nicht selten sind die Parteien tief in ihrem Konflikt verwurzelt. Die Sichtweise des Anderen gerät dabei unbeabsichtigt aber zusehends in den Hintergrund. Häufig ist es für die Parteien ein enormer und nicht mehr zu bewerkstelligender Kraftakt, aufeinander zuzugehen, den Anderen wahrzunehmen und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

Mit Unterstützung des Mediators wird versucht die verhärteten Fronten aufzubrechen, um so eine konstruktive Gesprächsebene mit gegenseitiger Wertschätzung zu erreichen.

Die Themen eines Mediationsgespräches werden zusammen festgelegt und münden bestenfalls in einer selbstbestimmten Vereinbarung. Diese Vereinbarung entfaltet rechtsverbindliche Wirkung und kann vor Unterzeichnung rechtlichen Beratern vorgelegt werden.

Ein Mediationsgespräch kann nahezu in jedem Rechtsgebiet eine Alternative zur rechtlichen Auseinandersetzung darstellen. Ob sie sich als geeignetes Verfahren anbietet, wird bereits im Rahmen der ersten Kontaktaufnahme (Informationsgespräch) geklärt.

Als Mediatorin unterstütze ich Sie insbesondere bei Konflikten

  • in der Familie
  • in Geschäftsbeziehungen und vertraglichen Beziehungen
  • in der Arbeitswelt
  • in der Nachbarschaft

Ablauf

Entscheiden sich alle Beteiligten zur Durchführung des Mediationsverfahrens beginnt der eigentliche Mediationsprozess.

Das Mediationsgespräch kann in meinen Räumen stattfinden. Ebenso ist die Durchführung an einem anderen Ort umsetzbar, wenn dies gewünscht wird. Voraussetzung ist allerdings, dass sich beide Parteien vorstellen können, das Gespräch an diesem Ort zu führen und eine ungestörte Gesprächssituation gewährleistet ist.

Der Ablauf des eigentlichen Mediationsgespräches wird grundsätzlich von den Parteien selbst vorgegeben. Nicht selten bietet sich jedoch eine bestimmte Struktur an, die ich Ihnen gerne bereits im Rahmen der ersten Kontaktaufnahme näher erläutere.

Mediatorin

Als Mediatorin besteht meine Aufgabe darin, den für das Gespräch erforderlichen sicheren Rahmen zu ermöglichen sowie das Gespräch leitend zu begleiten, so dass eine konstruktive Gesprächsebene erreicht werden kann.

Dabei bin ich allparteilich, das heißt ich stehe klärend, stärkend und wertschätzend beiden Parteien zur Seite. Ich höre beide Parteien gleichermaßen an, ohne dabei die Aussagen zu werten.

Je nach Komplexität des Konfliktes kann es durchaus sinnvoll sein, einen zweiten Mediator hinzuzuziehen. Selbstverständlich kann dies auch auf Wunsch der Parteien geschehen. In diesen Fällen kann ich auf Kollegen zurückgreifen, die den Mediationsprozess begleiten und unterstützen. Auch für den Fall, dass ich bereits als Rechtsanwältin in eine Auseinandersetzung involviert bin, werde ich den Kontakt zu anderen Mediatoren herstellen, da eine Allparteilichkeit nicht mehr gegeben ist.

Meine Mediationsausbildung, die insgesamt 200 Stunden umfasste, habe ich in Berlin und Hannover von März 2011 bis April 2012 absolviert.

Vorteile

Die Themen in einem prozessualen Verfahren werden naturgemäß von den rechtlichen Fragestellungen bestimmt. In einem Mediationsverfahren geben die Parteien selbst vor, welche Inhalte für sie von Bedeutung sind und näher beleuchtet werden sollen.

Der im Rahmen einer prozessualen Güteverhandlung geschlossene Vergleich wird häufig als fremdbestimmt empfunden. Die Vereinbarung in einem Mediationsgespräch wurde von den Parteien, mit Unterstützung des Mediators, selbst erarbeitet. Die Parteien bestimmen den Prozess aktiv mit.

Eine Mediation ist damit zukunftsweisend und nachhaltig. Die Parteien können sich auch in Zukunft wieder mit gutem Gefühl begegnen, was sich insbesondere in rechtlichen Angelegenheiten auswirkt, in denen die Parteien auch zukünftig eng miteinander verbunden sein werden – sei es aufgrund eines Vertrages oder eines gemeinsamen Kindes.

Dauer und Kosten

Die Dauer der Gespräche können grundsätzlich von den Parteien vorgegeben werden. Es sollte jedoch darüber nachgedacht werden, bereits zu Beginn der Sitzung die voraussichtliche Dauer abzustimmen, um einen zeitlichen Druck von vornherein zu vermeiden. Bei komplexen Konflikten sind erfahrungsgemäß Folgetermine unumgänglich und auch empfehlenswert, da es häufig einer gewissen Aufarbeitung und Verarbeitung des Gesagten bedarf.

Die Abrechnung einer Mediation erfolgt auf Stundenbasis. Die Höhe des Stundenhonorars orientiert sich an der Anzahl der Parteien sowie der Komplexität des Konfliktes. Nähere Angaben erteile ich gerne auf konkrete Anfrage. Mittlerweile unterstützen auch viele Rechtsschutzversicherer die Mediation. Erkundigen Sie sich bei Ihrer zuständigen Versicherung nach der Übernahme der Kosten.

Das erste Informationsgespräch dient dazu, sich kennenzulernen und ist dementsprechend kostenlos.